4.5. Bibliothekarische Situationsbeschreibung


In der Einführung zu diesem Kapitel wurde die Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit diskriminierenden Musikproduktionen herausgearbeitet. Hiernach wurde verdeutlicht, dass Bibliotheken mit einer großen Vielzahl von Musikmedien täglich umgehen müssen. Daraufhin wurde in einer knappen Darstellung auf die Wirkweise von Musik auf Jugendliche eingegangen und anschließend die Spezifik neonazistischer Musikproduktionen mit inhaltlichen Schnittmengen zu kommerziell erfolgreicher Musik dargelegt.
Wie mit diskriminierenden Musikstücken adäquat in der Jugendbildung umgegangen werden kann, wurde ebenso aufgezeigt.

In dem nun folgenden Teil sollen die vorangestellten Erkenntnisse herangezogen werden, um zu überprüfen, inwieweit Hochschulen mit bibliothekarischen Ausbildungssträngen etwaige musiksoziologische respektive medienpädagogische Inhalte mit den Schwerpunkten:

  • Wirkung von Musik auf Jugendliche
  • Diskriminierende Musikproduktionen / Rechtsrock
  • Förderung von medienpädagogischen Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit problematischen Inhalten

an zukünftige Bibliothekarinnen und Bibliothekare vermitteln.287 Hierzu wurden die online verfügbaren Lehrpläne beziehungsweise Modulhandbücher sowohl für die Bachelor- als auch für die auf den Bachelorstudiengängen aufbauenden oder berufsbegleitenden Masterstudiengänge aus dem WS 2012/13 und dem SS 2013 folgender Hochschulen zur Überprüfung herangezogen:

  • Humboldt-Universität Berlin
    • Studiengang: Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Bachelor/Master)
  • Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Bayern
    • Studiengang: Diplom-Bibliothekar/in (FH)
  • Fachhochschule Köln
    • Studiengang: Bibliothekswesen (Bachelor/Master)
  • Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
    • Studiengang: Bibliotheks- und Informationsmanagement (Bachelor)
    • Studiengang: Information, Medien, Bibliothek (Master)
  • Fachhochschule Potsdam
    • Studiengang: Bibliotheksmanagement (Bachelor)
    • Studiengang: Informationswissenschaften (Master)
  • Hochschule Darmstadt
    • Studiengang: Informationswissenschaft (Bachelor/Master)
  • Fachhochschule Hannover
    • Studiengang: Informationsmanagement (Bachelor)
    • Studiengang: Informations- und Wissensmanagement (Master)
  • Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
    • Studiengang: Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Bachelor/Master)
  • Hochschule der Medien Stuttgart
    • Studiengang: Bibliotheks- und Informationsmanagement (Bachelor/Master)

Bei konkreten Nachfragen wurden die/der für den Lehrplan/das Seminar/die Vorlesung zuständige Person kontaktiert. Ferner wurde das Fortbildungsangebot des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB), welches sich vornehmlich an Bibliothekarinnen und Bibliothekare richtet, diesbezüglich auf Fundstellen untersucht.

4.5.1. Musiksoziologische Auseinandersetzung in Bibliotheksstudiengängen neun deutscher Hochschulen sowie im Fortbildungsangebot des BIB288

An den folgenden sechs Hochschulen, das entspricht 66 Prozent der untersuchten Einrichtungen, werden ausschließlich Regeln zur Formalerschließung verschiedener Musikmedien vermittelt:

  • HU Berlin
  • FH für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Bayern München
  • FH Köln
  • HAW Hamburg
  • FH Potsdam
  • HS Darmstadt

Dies erfolgt zumeist in Modulen, welche sich mit dem allgemeinen Bestandsaufbau beschäftigen. Eine konkrete Auseinandersetzung mit musiksoziologischen Aspekten findet nicht statt.

An der Fachhochschule Hannover Fakultät III – Medien, Information und Design werden im Rahmen des Bachelorstudiengangs Informationsmanagementfolgende Inhalte bezüglich der Thematik „Musik“ vermittelt:

Wahlpflichtmodul: Musiklehre für Informationsmanager (5. Semester)289

  • Teilmodul: Einführung in die Musikgeschichte
    • Die Studierenden kennen die wichtigsten musikalischen Epochen.
      Sie verstehen die grundlegende Entwicklung und die Zusammenhänge von Musikstilen. Sie sind in der Lage, ihre Kenntnisse bei der Einarbeitung in ein neues musikgeschichtliches Thema anzuwenden.
  • Teilmodul: Allgemeine Musik- und Formenlehre
    • Die Studierenden kennen die wichtigsten Grundlagen der Musiktheorie (Geräusch, Klang, Ton), die wichtigsten Instrumentenarten und Gattungen. Sie sind in der Lage, ihre Kenntnisse bei Aneignung von Wissen über weitere Instrumente und Gattungen anzuwenden.

Wahlpflichtmodul: Formalerschließung von Musikalien (6. Semester)290

  • Teilmodul: Theorie und Praxis der Formalerschließung von Musikalien
    • Die Studierenden sind in der Lage, die Regeln für Formalerschließung von Vorlagen mit Musik anzuwenden.

Neben der obligatorischen Formalerschließung, werden auch Inhalte hinsichtlich verschiedener Musikepochen und -Stile vermittelt. Dies soll die Studierenden in die Lage versetzen, „ihre Kenntnisse bei der Einarbeitung in ein neues musikgeschichtliches Thema anzuwenden.“291 Darüber hinaus findet eine Einführung in die Musiktheorie statt.

Im Masterstudiengang Informations- und Wissensmanagement wird bezüglich der Betrachtung von Musik folgendes Modul angeboten:

Wahlpflichtmodul: Wissensverarbeitung von Audio- und Bild-Informationen (1. Semester)292

  • Teilmodul: Verarbeitung von Audio-Informationen
    • Die Studierenden kennen Techniken der Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung und Ausgabe von Tondokumenten am Computer und können sie aufgaben- und zielorientiert praktisch einsetzen. Sie können die Relevanz und Einsatzmöglichkeiten von Audio-Informationen im Wissensmanagement einschätzen und geeignete Formate konzeptionieren und entwickeln (z.B. Audio-Podcast).

Obwohl das Modul vor allem technische Inhalte aufweist, sind medienpädagogische Ansätze zu erkennen. Dies wird vor allem durch die angestrebte Konzeption und Entwicklung von Formaten wie Audio-Podcasts deutlich. Allem Anschein nach wird im Rahmen dieser Lehreinheit auf Produktionstechniken und Relevanzen von Audio-Produktionen eingegangen. Ob dies allerdings auch mit einer Diskussion über die Wirkweisen von Musik auf jugendliche Rezipienten einhergeht, scheint allerdings fraglich.293

Somit bleibt für den Master- als auch für den Bachelorstudiengang festzuhalten, dass ein Diskurs im Sinne einer soziologischen Bezugsgröße nicht dezidiert angestrebt wird.

An der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) können sich die Studierenden imBachelorstudiengang „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ im 5. Semester in das Wahlpflichtmodul „Musikbibliotheken“ einschreiben. Folgende Inhalte werden innerhalb dieses Moduls vermittelt:

Wahlpflichtmodul: Musikbibliotheken (5. Semester)294

  • Musikwissenschaftliche und musikhistorische Grundlagen
  • Musikalische Formen und Gattungen
  • Bestandsspezifik : Musikalien, Leihmaterial, Musikschriften, Musiktonträger
  • Typologie und Organisation des Musikinformationswesens
  • Grundlegende musikrelevante Informationsmittel
  • Regeln für die alphabetische Katalogisierung von Musikdrucken, Musiktonträgern und Musik-Bildtonträgern (RAK-Musik)

Darüber hinaus bietet die genannte Hochschule im konsekutiven Masterstudiengang eine Profilinie „Musikbibliotheken – Spezifik der musikbibliothekarischen Arbeit“ an. Folgende Inhalte werden darin behandelt:

Wahlpflichtmodul (Profilierungsmodul): Musikbibliotheken, Spezifik der musikbibliothekarischen Arbeit (1. Semester)295

  • Musikgeschichte und -wissenschaft im Überblick
  • Medienmarkt Musik: Musikverlage, Tonträgerindustrie, Musikalienhandlungen
  • Sacherschließung in Musikbibliotheken: Spezifik und Probleme
  • Verbale und klassifikatorische Sacherschließung: RSWK Musik, DDC, KAB-TM und weitere Formen der gebundenen Indexierung
  • Urheberrecht in Musikbibliotheken

Wahlpflichtmodul: Profilierungsmodul, Musikbibliotheken – Informationsdienstleistungen (2. Semester)

  • Informationsdienst in Musikbibliotheken
  • Musikrelevante und -spezifische Informationsmittel im nationalen und internationalen Rahmen
  • Musikspezifische Medien- und Sachrecherche
  • Öffentlichkeitsarbeit in Musikbibliotheken
  • Neue Entwicklungen auf dem Musikmarkt und ihre Auswirkungen auf Musikbibliotheken: digitale Musikformate und ihre Distribution, Langzeitarchivierung digital aufgezeichneter Musik

Werden die Seminarangebote des Bachelor- und des Masterstudiengangs zusammengefasst, wird auch bei der HTWK deutlich, dass die wesentlichen Schwerpunkte auf der Formalerschließung, Informationsrecherche und der rechtlichen Einordnung von Musikalien basieren. Darüber hinaus werden musikhistorische Grundlagenkenntnisse zu verschiedenen Musikstilen296 vermittelt sowie ein Einblick in den Erwerb von Tonträgern gegeben. Auf Nachfrage wurde die Nichtbehandlung dezidiert diskriminierender Musik damit begründet, keinerlei wissenschaftlichen Nachschlagewerke zu diesem Gebiet zu kennen.297 Eine allgemeine Akzentuierung im Bereich der Musiksoziologie findet nicht statt.

An der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) werden innerhalb des Bachelorstudiengangs „Bibliotheks- und Informationsmanagement“ folgende Module mit entsprechenden Inhalten angeboten:

Modul: Musikinformationsmanagement (5./6. Semester)298

  • Vorstellung, Vermittlung und praktischer Einsatz traditioneller, online- und webbasierter Quellen für musikbibliothekarische und -bibliographische Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt elektronische Musikdatenbanken.

Wahlpflichtmodul: Musikgeschichte in Nachschlagewerken (Hauptstudium)299

  • Musikalische Nachschlagewerke geben nicht nur Auskunft über bestimmte Themen der Musikgeschichte, über Formen, Gattungen oder Instrumente. Sie bieten nicht nur weiterführende bibliografische Informationen, sondern sind auch Zeugnis dafür, wie mit einem musikalischen Gegenstand in einer bestimmten Epoche umgegangen wird und wie sich das Verständnis dafür über die Zeit wandelt. Diese Lehrveranstaltung bewegt sich im Spannungsfeld von Sach- und Rezeptionsgeschichte.

Wahlpflichtmodul: Digitale Musikbibliothek und Musikarchivierung (Hauptstudium)300

  • Überblick über die verschiedenen digitalen Musikformate
  • Probleme und Lösungsmöglichkeiten bei anstehenden Tonträger- und Noten-Digitalisierungsprojekten erkennen
  • nationale und internationale Beispiele von digitalen Musikbibliotheksprojekten kennen lernen
  • Herausforderungen bei der Langzeitarchivierung von Musik verstehen

Wahlpflichtmodul: Populärmusikgeschichte (4. Semester)301

  • Einordnen der verschiedensten populären Musikstile in ihr gesellschaftliches Umfeld sowie Erkennen der unterschiedlichen Funktionen populärer Musik
  • Die Entwicklung populärer Musikgattungen vom Blues über Jazz bis zu Pop und Rock

Des Weiteren bietet die HdM eine Zusatzausbildung „Musikinformationsmanagement“302 im Rahmen des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Bibliotheks- und Informationsmanagement kostenpflichtig an. Die beiden Wahlmodule „Digitale Musikbibliotheken und Musikarchive“ und „Musikinformationsmanagement“303 stehen zum einen Angestellten in Musikbibliotheken, Musikarchiven und Musikverlagen als Fortbildung zur Verfügung; zum andern sind sie auch zugänglich für Studierende anderer bibliothekarischer Studiengänge. Innerhalb der Zusatzausbildung werden zwei Seminare angeboten, die wiederum aus zwei beziehungsweise drei Lehrveranstaltungen bestehen. Seminar 1 mit dem Titel „Digitale Musikbibliotheken und Musikarchive“ befasst sich mit folgenden Themengebieten:

  • Digitale Musikbibliotheken
  • Digitale Musikarchive
  • Recht

In Seminar 2 „Musikinformationsmanagement“ werden folgende Themenschwerpunkte gesetzt:

  • Musikwirtschaft und Musikmanagement
  • Musikdatenbanken
  • Erschließung von Musikalien

Auch bei der Vielzahl der Lehrangebote der HdM bezüglich Musik und Musikmedien wird der Fokus zumeist auf Formalerschließung, Recherchemittel und Recht gelegt. Allerdings bietet diese Hochschule mit dem Wahlpflichtmodul „Populärmusikgeschichte“ als einziger deutscher Ausbildungsstandort im Bibliotheksbereich ein Lehrangebot an, welches sich ausdrücklich mit der gesellschaftspolitischen Wirkung von kommerziell erfolgreichen Musikproduktionen auseinandersetzt. Darüber hinaus wird das Thema „Rechtsrock“ im Genre „Rock“ inhaltlich angeschnitten.304

Neben den Hochschulen als Ausbildungsträger wurde ebenso das Fortbildungsangebot des BIB, welches sich vornehmlich an Bibliothekarinnen und Bibliothekare richtet, auf Fundstellen bezüglich einer Beschäftigung mit musiksoziologischen Themengebieten untersucht.305 Allerdings fanden sich hier keine entsprechenden Veranstaltungen zur Thematik (Stand: 27.07.2013).

In dieser kurzen Darstellung konnte erkannt werden, dass sich, bis auf eine Ausnahme, in der derzeitigen Bibliothekswissenschaft in keiner Weise ein musiksoziologischer Ansatz widerspiegelt. Eine musiksoziologische Auseinandersetzung, in Verbindung mit medienpädagogischen Anknüpfungspunkten, ist während des Studiums in den bibliotheks-wissenschaftlichen Disziplinen deutscher Hochschulen fast durchgehend nicht vorhanden.
Auf diskriminierende Musikproduktionen im Allgemeinen beziehungsweise auf dezidiert neonazistische Bands im Speziellen geht nur einer der untersuchten Aus- und Fortbildungsstandorte ein.306 Damit kann ferner konstatiert werden, dass eine Förderung von Kompetenzen im Umgang mit problematischen Medieninhalten auf Grundlage einer Wertebasis bei angehenden Bibliothekarinnen und Bibliothekaren nicht forciert wird. Diese Einschätzung umfasst allerdings nur den Umgang mit Musikmedien. Inwieweit problematische Inhalte anderer Trägermedien zum Gegenstand der hochschulischen Ausbildung gehören, kann im Rahmen dieser Untersuchung nicht beurteilt werden.

 4.5.2. Notwendige Fort- und Weiterbildung

Nach dem Aufzeigen deutlicher Leerstellen der Aus- bzw. Fortbildung in den Bereichen der Musiksoziologie bzw. der Förderung von medien-kompetentem Handeln im Kontext des Umgangs mit demokratiefeindlichen Musikproduktionen ist es für eine zukünftige Beschäftigung öffentlicher Bibliotheken mit jenen Problemstellungen wichtig, dass sich die angehenden sowie praktizierenden BibliothekarInnen mit dem eben genannten Themengebieten auseinandersetzen. Um entsprechende Lehrveranstaltungen zu der Thematik anzubieten respektive Bildungsmaßnahmen in der bibliothekarischen Einrichtung durchzuführen, müssen die BibliothekarInnen stichhaltig aus- und weitergebildet werden. Welche inhaltlichen Ausrichtungen und praktischen Handlungsfelder solcherlei Fortbildungen einnehmen, wird nachfolgend kurz skizziert.

Da die Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Einstellungsmustern bei Jugendlichen ein Höchstmaß an verschiedenen pädagogischen, inhaltlich-thematischen sowie methodischen Kompetenzen im Umgang mit Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit erfordert307, sollte die Aus- und Weiterbildungsmaßnahme von entsprechenden ExpertInnen auf dem Gebiet begleitet und durchgeführt werden.
Zumeist wird in Fortbildungsveranstaltungen, die überwiegend von regional verankerten freien Trägern oder Einrichtungen der politischen Bildung angeboten werden, allgemein über neonazistische Einstellungs- und Handlungsmuster gesprochen. Selten wird ausschließlich im Bereich Rechtsrock weitergebildet. Vielmehr geht die/der AusbilderIn grundlegend auf das menschenverachtende Wesen des Neonazismus ein.
Ähnlich wie bei den Bildungsveranstaltungen im Bereich der Jugendbildungsarbeit steht bei den verschiedenen Angeboten zur Fort- und Weiterbildung zu neonazistischen Aktionsmustern die Aufklärungsorientierung im Vordergrund. Die Teilnehmenden sollen für das Thema Rechtsrock und deren jugendkulturellen Ausdrucksformen sensibilisiert werden. Hierbei erscheint es wichtig Informationen zu vermitteln, über welche Mittel und Wege demokratiefeindliche Einstellungsmuster „in die Köpfe von jüngeren Menschen eindring[en] und Handlungsoptionen aufzeigen, wie man dem entgegnen kann.“308 Über die Informationsvermittlung hinaus zielen die Fortbildungen insbesondere auch darauf ab, Handlungsmöglichkeiten für die praktische Arbeit aufzuzeigen. Um die Teilnehmenden zu ermutigen in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld zu intervenieren, sollen Anregungen für den Umgang mit anti-demokratischer Musik gegeben werden.

Darüber hinaus wird den Teilnehmenden verdeutlicht, dass sie selbst keine Expertinnen und Experten für Jugendkulturen und Rechtsrock werden müssen, um sinnvoll pädagogisch zu handeln und zum Beispiel den Mut aufzubringen, auf die Jugendlichen zuzugehen. Ferner steht die Steigerung der Medienkompetenz der Erwachsenen bezüglich der verschiedenen Musikstile und Erscheinungsformen im Vordergrund der Maßnahme. Dies verringert die augenscheinliche Distanz und das vermeintliche Desinteresse zu den verschiedenen Jugendkulturen, jugendkulturellen Ausdrucksformen und konsumierten Musikstilen.309
Um den Teilnehmenden zu verdeutlichen, dass auch sie in ihrem beruflichen Kontext eine Verantwortung gegenüber der Aufrechterhaltung einer toleranten und gewaltfreien Gesellschaft haben, wird von den Fortbildenden herausgestellt, dass auch eine außerschulische Bildungseinrichtung kein „unpolitischer Raum“ ist, sondern demokratische Positionierungen der zuständigen Beschäftigten erfordere.310
Nicht zuletzt soll die Aus- und Weiterbildung den Entwicklungsbedarf im Hinblick auf die stärkere Koordination verschiedener Träger und Zielgruppen aufzeigen. Dies betrifft zum einen die Einbeziehung der Eltern, zum anderen die Verbesserung der Kooperation mit Schulen311 und anderen kommunalen Bildungsangeboten.312 Mobile Beratungsteams vor Ort oder in der mittelbaren Umgebung können diesbezüglich Kontakt zu PädagogInnen, SozialwissenschaftlerInnen, HistorikerInnen sowie ReferentInnen der politischen Bildung herstellen.

4.5.3. Mögliche praktische Handlungsfelder für Öffentliche Bibliotheken

Es sollte freilich nicht von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren erwartet werden, dass sie sich eigenständig und ohne fachliche fundierte Vorbildung dem Thema „Rechtsrock“ beziehungsweise diskriminierende Musikproduktionen widmen. Es wäre – jedenfalls nach heutigem Ausbildungsstand – schlicht vermessen dies zu fordern. Trotzdem ergeben sich aus den erarbeiteten Vorgaben auch für Öffentliche Bibliotheken gewisse moralische und ethische Handlungsaufträge, um gemeinsam mit Schulen und anderen Einrichtungen der Jugendbildung eine Verbreitung und Verfestigung von neonazistischem/diskriminierenden Gedankengut einzudämmen. Um insbesondere Jugendliche zur kritischen Haltung gegenüber demokratiefeindlicher Musik zu befähigen, bieten sich eine Vielzahl von Lehreinheiten für Schulen und Bibliotheken gleichermaßen an. Durch medienpädagogische Arrangements mit Schulen und außerschulischer Jugendarbeit können Impulse für die weitere Auseinandersetzung in Peergroups, Cliquen oder Schulklassen freigesetzt werden, um eine demokratische Auseinandersetzung anzuregen und entsprechende Positionen zu beziehen. Dabei geht es nicht in erster Linie um Überzeugungsarbeit oder um Überwältigung, sondern um die Bestärkung im Tun gegen menschenfeindliche Denk- und Handlungsweisen und die Anregung von Denkprozessen.313

Dieser Ansatz verfolgt die aktive Auseinandersetzung mit diskriminierenden Inhalten durch Jugendliche unter Zuhilfenahme verschiedener bibliothekarischer/pädagogischer Maßnahmen.Dieser Ansatz verfolgt nicht die bloße Darbietung von Medien mit Inhalten menschenverachtenden Typs. Ist eine aktive Auseinandersetzung mit problematischen Inhalten nicht möglich, wird dazu geraten, entsprechende Medien nicht in den Bibliotheksbestand aufzunehmen. Eine Begründung der Nichterwerbung kann im Bibliotheksgebäude ausgehängt, auf der Homepage gepostet oder in Fachzeitschriften publiziert werden.314

Für eine kontinuierliche Arbeit mit Jugendlichen im Bereich der wertebezogenen Medienkompetenzförderung ist es notwendig, solche Vorhaben auch in einem Leitbild niederzuschreiben. Dies fördert nicht nur die (durch Partizipation geschaffene) Bindung der Beschäftigten an die Einrichtung, sondern schärft auch das notwendige Selbstverständnis bibliothekarischen Handelns im kommunalen Bildungskontext.
Vor der eigentlichen Durchführung einer konkreten Bildungsmaßnahme ist es für das Gelingen einer solchen notwendig, dass sich das Bibliothekskollegium über die zielgruppen- und inhaltsspezifischen Anforderungen verständigt.

Zielgruppen
Eine prinzipielle organisatorische Trennung von Zielgruppendefinition und thematischer Ausrichtung ist in der Praxis nicht immer umsetzbar. Zwar können ungefähre Alters- und Themengrenzen gezogen werden, allerdings verschwimmen diese, sobald auf bestimmte gesamtgesellschaftliche Ereignisse mit altersübergreifender Relevanz reagiert werden soll. Dennoch soll nachfolgend der Versuch unternommen werden, auf spezifische Anforderungen der Zielgruppe der Jugendlichen einzugehen und anschließend auf etwaige thematische Ausrichtungen hinzuweisen.

Bei der Bevorzugung einer Zusammenarbeit mit Schulen verweist ELVERICH et al. dabei vor allem auf die Zielgruppe der Jugendlichen ab der 6. oder 7. Klasse. Ab diesem Alter nehmen der Musikkonsum und damit auch potenzielle Berührungspunkte mit diskriminierender Musik zu. Ebenso können Bildungseinheiten für ältere Jugendliche ab der 9./10. Klasse angeboten werden. Dies ist ebenso sinnvoll, weil in dieser Altersgruppe mehr Vorwissen beispielsweise zu historischem sowie aktuellem Nazismus vorhanden und auch die Diskussionsbereitschaft höher ist.315
Darüber hinaus ist es für Bibliotheken in der Zusammenstellung und Auswahl ihrer Angebote wichtig zu wissen, mit welcher Gruppe von Jugendlichen zusammengearbeitet werden soll.
Sollen vornehmlich nicht rechte Jugendliche angesprochen werden, oder etwa diejenigen, bei denen von einem weitgehend gefestigten neonationalsozialistischen Weltbild ausgegangen werden muss? Für ELVERICH et al. stellen vor allem jugendliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Peerleader wie zum Beispiel Schülervertretungen und SchülerzeitungsredakteurInnen, aber auch engagierte VertreterInnen spezieller Jugendszenen, die sich klar gegen diskriminierende Einstellungsmuster positionieren, eine besonders bedeutende Zielgruppe dar. Dass (geschulte) Jugendliche einen wesentlich größeren Einfluss auf ihre Altersgruppen nehmen können als Erwachsene dies tun – insbesondere wenn es um jugendkulturelle Fragen geht – wurde bereits kommuniziert.

Thematische Ausrichtung
Thematisch birgt der bloße Bezug auf die Auseinandersetzung mit Rechtsrock die Gefahr des theoretisch Unkonkreten und könnte zu einem unerwartet negativen Ergebnis führen. Um die Maßnahme nicht an den augenscheinlichen Bedürfnissen und Problemen der Bevölkerung vorbei zu konzipieren, hilft für die thematische Rahmenlegung ein einfacher Blick in die Bibliotheksumgebung und demnach in die Lebenswirklichkeit vieler jugendlicher Menschen. Was berichten Zeitungen, worüber schreiben lokale Weblogs, über was wird in Social Communities diskutiert? Anhand dieser Informationskanäle kann die Bibliothek ihre Suche nach einem praktisch bedeutenden Aufhänger für eine mehr oder weniger ausgeprägte Bildungsmaßnahme bedeutend eingrenzen.

Praktische Handlungsfelder
Aus den dargestellten gesamtgesellschaftlichen Vorgaben und pädagogischen Handlungsschwerpunkten in der Auseinandersetzung mit diskriminierenden Inhalten in Musikstücken, sollen nachfolgend verschiedene Vorschläge für die praktische Umsetzung unterbreitet werden, die

… eine Steigerung des medienkompetenten Verhaltens von Jugendlichen implizieren sowie
… die Herausstellung eines aktiven Standpunkts im Rahmen der Medien- und Demokratiekompetenzförderung der bibliothekarischen Institutionen beinhalten.

Da es sich diesbezüglich um eine erste Betrachtung dieses Themenfeldes handelt, soll der folgende Abschnitt als Aufriss für eine weiterführende Diskussion verstanden werden.

Vorschlag 1: Schulhof-CD

Wie bereits festgestellt, handelt es sich bei der Schulhof-CD um ein äußerst jugendgerechtes Propagandamittel der NPD, welches nicht nur am Schultor verteilt wird, sondern auch im Internet auf- und abrufbar ist. Da vor allem Jugendliche die Zielgruppe darstellen, bietet sich die Schulhof-CD besonders gut als Schwerpunktthema bei der Auseinandersetzung mit der Problematik „rechte Musik“ an. Bibliotheken können hierfür auf zahlreiche Schulungsmaterialen verschiedener Jugendbildungsträger zurückgreifen, die sich bereits intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Viele ortsansässige antifaschistische und antirassistische Vereinigungen organisieren darüber hinaus Bildungsveranstaltungen für Schulklassen mit dem Themenschwerpunkt „Schulhof-CD“.
Um die Wichtigkeit des Themas zu verdeutlichen, können in Kooperation mit Schulen und externen Bildungsträgern bzw. -vereinigungen Informations- und Vortragsveranstaltungen sowie Diskussionsrunden mit SchülerInnen und LehrerInnen in den Bibliotheksräumen organisiert werden.

Vorschlag 2: Prominent präsentieren und Verantwortung übergeben

Finden (vermehrt) Neonazi-Konzerte oder Veranstaltungen mit KünstlerInnen, die diskriminierende Standpunkte vertreten, im Einzugsgebiet der Bibliothek statt, bzw. ist eine populäre Band Gegenstand einer breiteren Diskussion aufgrund deren problematischer Aussagen, kann dieser Zustand ebenso als Anlass für eine konkrete Bildungsmaßnahme herangezogen werden.
Dafür ist die Durchführung einer von langer Hand konzipierten Veranstaltung nicht immer notwendig. Für eine erste Reaktion genügt es durchaus, wenn zu dem medial behandelten Thema bestimmte Publikationen, die sich mit den Geschehnissen auseinandersetzen, an prominenter Stelle in den Bibliotheksräumlichkeiten präsentiert werden. Gerade für kleinere Bibliotheken bietet sich diese Art der kontextualisierten Anregung und Auseinandersetzung an.
Darüber hinaus können auch zu dieser Thematik Schulklassen in die Bibliotheken eingeladen werden. Zur Bearbeitung der o.g. Problemstellung lohnt sich bspw. die Erstellung einer Liste mit Literaturvorschlägen, Aufsätzen aus Zeitschriften oder Artikel aus Tageszeitungen, die sich mit dem Aufkommen diskriminierender Musik eingehender beschäftigen. Jene Listeneinträge – vornehmlich die Monographien – können anschließend durch die zuständige Erwerbungsabteilung (in Auszügen) erworben oder als eine, von den Schülerinnen und Schülern kommentierte Linkliste, auf der Bibliothekswebsite angeboten werden.
Die Jugendlichen kommen durch die Verantwortungsübergabe in den Genuss des Angebots, mitentscheiden zu dürfen, welche Medien in den Bestand der Bibliothek integriert bzw. über öffentliche Kanäle wie das Internet, beworben werden. Somit erfahren Jugendliche, dass auch sie an öffentlichen Gütern partizipieren können. Ferner wird ihnen die Möglichkeit eingeräumt, mit PädagogInnen über demokratiegefährdende Geschehnisse zu reflektieren,die in ihrer unmittelbaren Umgebung passieren.

Vorschlag 3: Demokratische Vorbilder

Für die Festigung demokratischer Denk- und Handlungsweisen bieten sich auch musikalische Vorbilder der Jugendlichen an. Der Erwerb von Alben bestimmter Musikgruppen, die sich klar gegen Neonazismus positionieren oder antirassistische Positionen vertreten, kann für Heranwachsende, sofern sie diese Bands hören, aktivierende Wirkung für ein persönliches Engagement gegen Diskriminierung zur Folge haben. Über die emotionale Bindung zwischen Fan und Musikgruppe können demokratiefördernde Verhaltensweisen wesentlich leichter angenommen werden. Die Anschaffung solcher Musikproduktionen ist nicht gleichbedeutend mit der komplizierten Recherche in Katalogen etwaiger Subgenres. Auch kommerziell erfolgreiche Bands unterstützen wesentliche Projekte zur Demokratieförderung. So verkaufte sich beispielsweise der Song Adriano… letzte Warnung der Formation Brothers Keepers in kürzester Zeit 210.000 mal und schaffte es im Jahr 2001 bis auf Platz 5 der deutsche Singlecharts. Mit dem Lied erinnert der Zusammenschluss prominenter Soul-, Hip-Hop- und Reggaekünstler316, der sich gegen Rassismus und Nationalismus engagiert, an Alberto Adriano, der am 11. Juni 2000 von Neonazis in Dessau zusammengeschlagen wurde und drei Tage später an seinen Verletzungen starb.317 Ebenso findet die Kampagne „Kein Bock auf Nazis“ durch die Unterstützung namhafter Musikgruppen318 viel Anklang bei den jugendlichen Rezipienten. Die Initiative, „die sich gegen Neonazis und Rassisten richtet“, produzierte bisher zwei DVDs mit Filmen, Dokumentationen und Musikstücken zu rechten Strukturen, die sie bisher in einer Auflage von 250.000 Stück kostenlos verteilte.319

Vorschlag 4: Demokratiefeste

Ein ähnliches Betätigungsfeld stellt die Bewerbung von Konzerten und Festivals dar, die sich für ein tolerantes Miteinander einsetzen und gegen neonazistische Gewalt wenden. In fast jeder größeren Stadt finden solche Demokratiefeste mit einem dezidiert kommunalen Bezug mindestens einmal jährlich statt. Mit dem Aushang bzw. der Präsentation eines Ankündigungsplakats/-Flyers von solchen Events auf der Internetseite der Bibliothek können mehrere positive Effekte erzielt werden. Zum einen bezieht die Einrichtung mit der Bewerbung einen klaren Standpunkt bezüglich der Förderung und dem Schutz demokratischer Werte. Zum anderen kann das Interesse von Jugendlichen an der Veranstaltung und der Bibliothek gleichzeitig geweckt werden. Überdies können Bibliotheken solche Veranstaltungen zum Anlass nehmen, um Netze im kommunalen Jugendbildungskontext zu knüpfen. Womöglich ist eine Konzertteilnehmerin eine ausgewiesene Fachfrau in der Auseinandersetzung mit diskriminierenden Inhalten im Bereich Hip-Hop.
Logische Konsequenz aus der Ankündigung solcher Events sollte es sein, die Alben der Bands zu erwerben, die bei der beworbenen Veranstaltung auftreten/aufgetreten sind. Es ist hierbei auch durchaus denkbar, dass entsprechende YouTube-Clips oder Soundcloud-Applikationen auf der Internetseite der Bibliothek im Rahmen einer solchen Veranstaltungsbewerbung eingebunden werden.320

Für die schlussendliche Durchführung jener eben vorgebrachten Vorschläge müssen freilich noch weitere organisatorische Faktoren in die Vorbereitung von entsprechenden Maßnahmen einfließen.321

  1. Die Betrachtung wurde aufgrund fehlender Fundstellen in bibliothekswissenschaftlichen Publikationen lediglich auf die Lehrpläne der bibliothekarischen Ausbildungsstellen fokussiert. []
  2. Stand: 28. Mai 2013, Liste der Hochschulen hrsg. vom BID http://marvin.bibliothek.uni-augsburg.de/cgi-bin/daps2.pl?instliste=hochschule, Aktualisierung: 2013. []
  3. Fachhochschule Hannover (Hrsg.): Modulhandbuch für den Studiengang Bachelor Informationsmanagement, PO-Version 11 WS. URL http://f3.hs-hannover.de/fileadmin/media/doc/f3/Studium/Bachelor/Bachelor_IK/bim/Anhang_B_Modulhandbuch_BIM_20112_1_6_2012.pdf, Aktualisierung: 2012. S. 110 ff. []
  4. Fachhochschule Hannover (Hrsg.): Modulhandbuch für den Studiengang Bachelor Informationsmanagement, PO-Version 11 WS. URL http://f3.hs-hannover.de/fileadmin/media/doc/f3/Studium/Bachelor/Bachelor_IK/bim/Anhang_B_Modulhandbuch_BIM_20112_1_6_2012.pdf, Aktualisierung: 2012. S. 150 f. []
  5. Ebd. S. 111 []
  6. Fachhochschule Hannover (Hrsg.): Modulhandbuch für den Studiengang : Master Informations- und Wissensmanagement, PO-Version 10 WS. URL http://f3.hs-hannover.de/fileadmin/media/doc/f3/Studium/Studieninformation/Master/Anhang_B_Modulhandbuch_MWM.pdf, Aktualisierung: 2011. S. 47 []
  7. Dieser Eindruck wird verstärkt durch die empfohlene Studienliteratur. In Henning, Peter A.: Taschenbuch Multimedia, München : Hanser, 2007 wird ausschließlich auf den geschichtlichen und technischen Hintergrund von Medien wie Audio, Video oder Internet eingegangen. []
  8. Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (Hrsg.): Studienordnung für den Bachelorstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (StudO-BKB). [gekürzte] URL http://bit.ly/1evDFim, Aktualisierung: 2012. S. 40 []
  9. Studienordnung für den Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (StudO-BKM) URL http://www.htwk-leipzig.de/fileadmin/ordnungen/amtliche_bekanntmachungen/studien_und_pruefungs_ordnungen/Master/Bibliotheks-_und_Informationswissenschaft/2013-06-11_BKM-SO_VOE_red_ber_Profil_WP_onlinefassung.pdf, Aktualisierung: 2010. S. 12 []
  10. Hierbei handelt es sich um die Genres: Renaissance-Musik, Oratorium, Oper, Jazz, Hip-Hop. Auf schriftliche Nachfrage bei Frau U. Becker (Seminarleiterin), vom 22.12.2012. []
  11. Auf schriftliche Nachfrage bei Frau Ute Becker (Seminarleiterin), vom 22.12.2012. []
  12. Hochschule der Medien Stuttgart (Hrsg.): Musikinformationsmanagement. URL https://www.hdm-stuttgart.de/hochschule/fakultaeten_studiengaenge/information_und_kommunikation/block?sgname=Bibliotheks-+und+Informationsmanagement+(Bachelor)&sgblockID=2571554&sgang=200005&blockname=
     Musikinformationsmanagement, Aktualisierung: 2012. []
  13. Hochschule der Medien Stuttgart (Hrsg.): Musikgeschichte in Nachschlagewerken. URL http://www.hdm-stuttgart.de/hochschule/fakultaeten_studiengaenge/information_und_kommunikation/block?sgname=Bibliotheks-+und+Informationsmanagement+(Bachelor)&sgblockID=2571556&sgang=200005&blockname=
     Musikgeschichte+in+Nachschlagewerken, Aktualisierung: n.e. []
  14. Hochschule der Medien Stuttgart (Hrsg.): Musikinformationsmanagement. URL http://www.hdm-stuttgart.de/master/information_und_kommunikation/bim/vorlesung_detail?vorlid=4800578, Aktualisierung: 2012. []
  15. Hochschule der Medien Stuttgart (Hrsg.): Populärmusikgeschichte. URL http://www.hdm-stuttgart.de/block?sgname=Bibliotheks-+und+Informationsmanagement+%28Bachelor%2C+7+Semester%
     29&sgblockID=2571613&sgang=550031&blockname=Popul%E4rmusikgeschichte, Aktualisierung: n.e. []
  16. Hochschule der Medien Stuttgart (Hrsg.): Zusatzausbildung Musikinformationsmanagement. URL http://www.hdm-stuttgart.de/bi/weiterbildung/musikinfmanag, Aktualisierung: n.e. []
  17. Hochschule der Medien Stuttgart (Hrsg.): Digitale Musikbibliotheken und Musikarchive : Musikinformationsmanagement. URL http://www.hdm-stuttgart.de/bi/weiterbildung/musikinfmanag/Uebersicht_Module.pdf, Aktualisierung: 2013. []
  18. Auf schriftliche Nachfrage bei Herrn A. Kreissig, Seminarleiter vom 10.06.2013. []
  19. Berufsverband Information Bibliothek (Hrsg.): Fortbildung. URL http://www.bib-info.de/aus-fortbildung/fortbildung.html, Aktualisierung: 12.08.2013. []
  20. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch Rugen im Zusammenhang mit der Betrachtung der Lektoratsarbeit in Öffentlichen Musikbibliotheken: „Qualifizierter Bestandsaufbau in Verbindung mit dem Musikalienhandel, die Bestandserschließung nach RAK Musik bzw. künftig nach RDA und nach einer geeigneten Fachsystematik sowie Fachberatung erfordern dennoch eine herausgehobene Qualifikation, wie sie etwa in einem Bachelor-Kombinationsstudiengang mit Musikwissenschaft oder in einschlägigen Wahlpflichtmodulen in einem Masterstudiengang erworben werden.“ Inwiefern ein qualifizierender Bestandsaufbau auch die Auseinandersetzung mit problematischen Musikstücken einschließt, lässt die Autorin allerdings offen. Rugen, Annette: Praxis der Lektoratsarbeit : Musikbibliotheken und Musikalien. In: Schade, Frauke et al. (Hrsg.): Handbuch Bestandsmanagement in Öffentlichen Bibliotheken. Berlin : de Gruyter Saur, 2012. S. 349 []
  21. Vgl. Elverich, Gabi et al.: Rechtsextreme Musik : ihre Funktionen für jugendliche HörerInnen und Antworten der pädagogischen Praxis. Halle : Dt. Jugendinst., Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, 2009. S. 86 []
  22. Ebd. S. 119 []
  23. Vgl. ebd. S. 119 []
  24. Vgl. ebd. S. 124 []
  25. Wobei insbesondere dem Musik-, Geschichts-, Politik- und Deutschunterricht hierfür entsprechende Anknüpfungspunkte zugesprochen werden. []
  26. Vgl. Elverich, Gabi et al.: Rechtsextreme Musik : ihre Funktionen für jugendliche HörerInnen und Antworten der pädagogischen Praxis. Halle : Dt. Jugendinst., Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, 2009. S. 126 f. []
  27. Vgl. ebd. S. 87 []
  28. Bereits dieser Schritt, öffentlich zu erklären, warum eine Musik-CD/ein Buch/ein Film nicht in den Bibliotheksbestand integriert wird, kann einen Diskussionsprozess über demokratische Werte in der Bevölkerung auslösen. Dadurch, dass diese Diskursfläche geschaffen wurde, kann ebenso von einer Maßnahme zur Steigerung von Kompetenzen gesprochen werden. []
  29. Vgl. Elverich, Gabi et al.: Rechtsextreme Musik : ihre Funktionen für jugendliche HörerInnen und Antworten der pädagogischen Praxis. Halle : Dt. Jugendinst., Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, 2009. S. 86 []
  30. Unter anderem Afrob, Gentleman, D-Flame, Mo Asumang, Patrice, Such A Surge, Samy Deluxe und Xavier Naidoo. []
  31. Vgl. Dornbusch, Christian et al. (Hrsg.): Rechtsrock : Bestandsaufnahme und Gegenstrategien. Münster : Unrast-Verl., 2002. S. 337 und außerdem ausführlich Loh, Hannes et al.: Fear of a Kanak-Planet : HipHop zwischen Weltkultur und Nazi-Rap. Höfen : Hannibal, 2002. S. 259 ff. []
  32. Unter anderem Die Ärzte, Die Toten Hosen, Donots, Wir sind Helden, Beatsteaks, Killerpilze, Fettes Brot und ZSK. []
  33. Kampagne „Kein Bock auf Nazis“ (Hrsg.): Info. URL https://www.facebook.com/pages/Kein-Bock-Auf-Nazis/144381211367?id=144381211367&sk=info, Aktualisierung: n.e. []
  34. Die geltenden Schranken der deutschen Gesetzgebung sind hierbei freilich zu beachten. []
  35. Ist es beispielsweise angedacht eine Bildungsmaßnahme zu neonazistischen Erscheinungsformen anzubieten, sollten unter anderem bei einer öffentlichen Versammlungen in geschlossenen Räumen die Formulierung von Ausschlussklauseln gemäß § 6 Abs. 1 Versammlungsgesetz diskutiert und eine Zusammenarbeit mit der Polizei in Betracht gezogen werden. []

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