2.3. Zwischenfazit

Die Beantwortung der im Titel des Kapitels implizierten Frage nach der Wertebasis der in Bibliotheken Beschäftigen ergibt ein zweifelhaftes Bild, denn die vorangegangene Analyse des Kundenbegriffs und des bibliothekarischen Leitbildverständnisses legt ein (vom BID) oktroyiertes Leitbild der Kundenorientierung nahe. Den Gegensatz dazu bilden die zuvor beschriebenen zu erarbeitenden ethischen Grundsätze und die Beschäftigung mit den lokalen Leitbildern.
Die dringend notwendige Reflexion des eigenen bibliothekarischen Handelns, ausgehend vom Dachverband samt bibliothekarischem Leitbild, bis in kleinste kommunale Bibliotheken, ist somit die erste Aufgabe zur Demokratisierung der Institution Bibliothek. Festzuhalten bleibt allerdings auch, dass die vorangegangene Analyse ausschließlich einen theoretischen Blick auf die bereits kommunizierte Wertebasis der in Bibliotheken Beschäftigten geworfen hat. Eine Auseinandersetzung mit daraus resultierenden konkreten Handlungsweisen im Umgang mit Medien ist demnach gleichsam bedeutend. Um diese Handlungsweisen jedoch interpretieren zu können, müssen die ethischen und pädagogischen Grundlagen der Medienkompetenz-förderung untersucht und die Frage gestellt werden, inwiefern sich die Grundlagen werteorientierter Medienkompetenzförderung im bibliothekarischen Raum niederschlägt.

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